“Tapfer lieben” von Marilyn Monroe – Das Kostüm eines Hollywoodstars

Wir alle kennen und lieben sie – die Legende Marilyn Monroe, die wahrscheinlich die schönste Frau Hollywoods war. Auf der 62. Frankfurter Buchmesse wurden nun Memoiren der blonden Sexbombe präsentiert, die bisher im Verborgenen blieben. „Tapfer lieben“ heißen sie und zeigen eine ganz andere Seite des Stars – Traurig, feinsinnig, verzweifelt.

Der Hype um Norma Jeane Mortenson, besser bekannt als Marylin Monroe, vergeht nie – auf zahlreichen Postern, Kalendern, Spielkarten und Kleidungsstücken lächelt uns der Star entgegen. Sogar Kostüme und Marilyn Monroe Perücken werden immer wieder gesichtet. Und nun wurde auf der Buchmesse in Frankfurt ein Buch präsentiert, mit dem die Fans so nicht rechneten.

Anna Strasberg, die Witwe von Monroes Schauspiellehrer und Nachlassverwalter Lee Strasberg, fand nämlich beim Aufräumen des Dachbodens jede Menge Aufzeichnungen der Hollywoodlegende. In zwei großen Kisten tummelten sich zahlreiche Notizen, Gedichte, Tagebucheinträge, Briefe und Kochrezepte, die Anna der Öffentlichkeit nicht vorenthalten wollte. Der Pariser Verleger Bernard Comment war von der Idee begeistert und machte ein Buch daraus.

Das besondere: Das Buch zeigt eine völlig andere Marilyn Monroe, als die, die sie in den Kinofilmen spielt. Als „blondes Dummchen“ wurde sie bezeichnet und bekam das Image der „Hollywood-Sexbombe“ – doch was dahinter steckte, interessierte niemanden. Wer das Buch liest, begreift schnell, dass Marilyn nicht nur die „Diva“, sondern eine äußerst intelligente Poetin war.

Durch ihre Memoiren zieht sich ein roter Faden von Traurigkeit und Verzweiflung, denn auch sie selbst wusste, dass mehr in ihr steckt als nur eine Schauspielerin, die den Männern reihenweise den Kopf verdreht. Hinzu kamen Selbstzweifel und Versagensängste, die sie immer wieder aufschrieb. Mit Drogen und Alkohol versucht sie ihr Selbstbewusstsein zu pushen und der inneren Einsamkeit zu entkommen.

“Angst vor neuem Rollentext. Wenn ich ihn mir nun nicht merken kann. Wenn ich nun Fehler mache. Man wird mich schlecht finden. Oder auslachen, verhöhnen, sagen, ich kann nichts.”

“Hilfe, Hilfe, Hilfe. Das Leben rückt näher und ich will nur sterben.”

“Ich bin müde, ich suche nach einem Schlüssel zu dieser Rolle. Solange ich zurückdenken kann, bin ich deprimiert. Mein Leben lang.”

“Mein Blut klopft vor Unruhe, windet als Weg sich in die andere Richtung und die ganze Welt schläft. Ach Friede, wie ich dich brauche – und sei es als friedliches Monster.”

All ihre Gedanken und Wünsche aufzuschreiben, gab ihr immer einen Halt im Leben. Mit nur 36 Jahren gab sie jedoch der Todessehnsucht mit einer Überdosis an Schlaftabletten nach. Jetzt, 48 Jahre später, sieht die Welt die Hollywood-Ikone – hoffentlich – mit ganz anderen Augen.

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