Roman des Tages
Im engeren Sinne sind Hörbücher Tonaufzeichnungen, bei denen das Buch vorgelesen wird. Meist sind diese Fassungen des Buches gekürzt ohne vom Inhalt abzuweichen. Hörbücher werden oft von professionellen Sprechern oder bekannten Schauspielern gesprochen, bei denen es Spaß macht zuzuhören. Hörspiele hingegen sind keine aufgenommene Lesung, sondern eine dramatische Inszenierung mit meist mehreren Sprechern.
Es gibt viele Klassiker der Romanliteratur von denen der durchschnittliche Leser denkt, er müsse sie gelesen haben. Doch viele dieser Klassiker haben eine abschreckende Wirkung, sei es aufgrund ihres Umfangs oder Stils. Ein Hörbuch bietet eine gute Alternative sich ihnen anzunähern und endlich eine Haken hinter dem betreffenden Roman zu setzen.
Hummeldumm. Argon Hörbuch
Der Jaud liest das Roman »Sitzreihe 12 war die letzte, die zwischen Tortellini und Hühnchen wählen durfte. Ich saß in Reihe 13. Schon auf dem Hinflug hätte mir klar sein können, dass der Jahresurlaub zum Albtraum wird.« Wer an allem schuld ist, ist für Matze sowieso klar: seine Freundin Sina. Während er in endlosen Verhandlungen die neue Eigentumswohnung klargemacht hat, sollte sie einfach nur »irgendwas« buchen. Hat sie auch. Doch musste dieses »irgendwas« ausgerechnet eine zweiwöchige Gruppenreise durch Namibia sein, ein Land, in dem jede hüftkranke Schildkröte schneller ist als das Internet? Was hat er denn verbrochen, dass man ihn nun täglich in einen Kleinbus voller Bekloppter sperrt, um ihn dann zu österreichischen Schlagern über afrikanische Schotterpisten zu rütteln? Und warum stolpert er bei minus zwei Grad in einem albernen Wanderhut über die Dünen der Kalahari, statt auf Mallorca ein Bierchen zu schlürfen? Als Matze dann noch daran erinnert wird, dass die sicher geglaubte Wohnung an andere Käufer geht, wenn er nicht sofort die fünftausend Euro Reservierungsgebühr überweist, hat er gleich noch drei neue Probleme: Das nächste Internetcafé ist fünfhundert Kilometer entfernt, der Handyakku plattgedaddelt und das einzige Ladegerät fest in österreichischer Hand. »Ich drücke meine Nase ans Busfenster und blicke hinaus ins weite Land. Die Namibier winken uns und lachen. Klar lachen sie, sie sind ja frei. Wir nicht. Wir sind die in Blech gepackte Rache für die deutsche Kolonialzeit.«
